Fabrikumbau: Virtuelle Tests bereiten die Investitionsentscheidung vor
Audis virtuelle Fabrikplanung gibt Anlass, die Nachweise vor der eigenen Investitionsfreigabe genauer zu bestimmen.
Unternehmen, die ihre Produktion umbauen oder neue Roboter einsetzen wollen, müssen vor der Investition prüfen, ob die geplanten Abläufe funktionieren. Ein digitales Fabrikmodell kann dafür Anhaltspunkte liefern. Es ersetzt aber nicht den Nachweis unter realen Bedingungen.
NVIDIA berichtete am 21. Oktober 2026, dass Audi ein digitales Modell seiner Batterieproduktion für die Planung nutzt, bevor die physische Ausrüstung bereitsteht. Zusammen mit Dassault Systèmes und Agile Robots werden laut Anbieterbericht menschenähnliche mobile Roboter und Logistikabläufe virtuell getestet. Der Bericht belegt weder Kosteneinsparungen noch Produktivitätsgewinne oder die Serienreife der Roboter.
Für die Investitionsentscheidung ist entscheidend, welche Annahmen hinter den virtuellen Tests stehen. Dazu gehört etwa, ob die betrachteten Abläufe den späteren Bedingungen in der Fabrik entsprechen. Aus der Quelle geht nicht hervor, welche Annahmen Audi im Einzelnen geprüft hat.
Unsere Einordnung: Die Geschäftsführung sollte die Produktionsleitung beauftragen, die für den eigenen Umbau verwendeten Annahmen offenzulegen und einen Abgleich mit einem realen Versuch vorzulegen. Dieser Nachweis kann zeigen, welche Ergebnisse die Investitionsentscheidung tragen und wo noch Unsicherheit besteht.