Gemini speichert Firmeneingaben: Neue Projekte brauchen klare Regeln
Bei neuen Projekten sollten Unternehmen entscheiden, ob Google Anfragen und Antworten speichern darf.
Unternehmen, die Gemini aus ihrer Software heraus im bezahlten Tarif nutzen, müssen für neue Projekte eine Speicherentscheidung treffen: Für seit dem 26. Oktober 2026 angelegte Projekte ist die Protokollierung von Anfragen zur Erzeugung von Inhalten standardmäßig aktiv. Bestehende Projekte behalten ihre bisherige Einstellung.
Betroffen ist die Schnittstelle zwischen Unternehmensanwendungen und Gemini. Die Protokolle enthalten laut Google Anfragen, Antworten und zugehörige Metadaten. Sie sind auf das jeweilige Google-Cloud-Projekt beschränkt und werden standardmäßig nach höchstens 55 Tagen zur Löschung vorgemerkt. In Datensätzen abgelegte Protokolle haben dagegen keine feste Ablauffrist.
Speicherung bedeutet nicht automatisch Trainingsfreigabe: Google nutzt diese bezahlten Protokolle standardmäßig nicht zur Produktverbesserung. Teilen Unternehmen Datensätze freiwillig mit Google, können diese jedoch für Modelltraining und menschliche Prüfung verwendet werden. Diese Speicherung lässt sich projektweise abschalten.
Unsere Einordnung: Die verantwortliche IT-Leitung sollte für neue Projekte festlegen, ob Protokolle benötigt werden und wer eine Weitergabe von Datensätzen freigeben darf. Als Entscheidungsgrundlage sollte sie der Geschäftsführung Speicherzweck und Aufbewahrungsdauer vorlegen. Das Abschalten belegt nicht, dass sämtliche Google-Protokolle gelöscht werden.