Rechenzentren: OpenAI will Netzkosten selbst tragen
Ein US-Programm soll Stromnetze entlasten. Ob Haushalte und Betriebe tatsächlich profitieren, ist noch offen.
OpenAI hat am 2. November 2026 ein US-Programm für den Stromverbrauch künftiger Rechenzentren angekündigt. Der Anbieter will bei hoher Netzbelastung den Bedarf senken und eigene Strom- und Infrastrukturkosten tragen. Für Unternehmen und Standortregionen ist die Frage relevant, wer den Netzausbau bezahlt und wie die Versorgung gesichert bleibt.
Nach Angaben von OpenAI sollen Vereinbarungen mit Versorgern festlegen, wie stark, wie schnell und wie lange ein Rechenzentrum seine Leistung reduzieren kann. Die Bedingungen sollen sich je nach Standort unterscheiden. Für das geplante Rechenzentrum im Effingham County im US-Bundesstaat Georgia nennt das Unternehmen bereits eine Vereinbarung mit Georgia Power. Der Standort befindet sich jedoch noch in Entwicklung.
OpenAI erklärt, Haushalte und kleine Betriebe sollten seine Kosten nicht subventionieren. Ob das Programm Netze tatsächlich entlastet oder Strompreise beeinflusst, belegt die Ankündigung nicht. Auch nach Darstellung des Anbieters ersetzen flexible Rechenzentren keine Investitionen in Kraftwerke und Leitungen. Für Europa lassen sich aus dem US-Plan weder eine Preisentlastung noch entsprechende Regeln ableiten.