Lieferantenanfragen: SAP öffnet Agenten für externe Assistenten
Externe Assistenten können SAP-Agenten beauftragen. Ein Beschaffungsbeispiel zeigt, wo die menschliche Freigabe bleibt.
SAP kündigte am 27. Oktober 2026 an, dass externe KI-Assistenten unterstützte SAP-Agenten ab Oktober allgemein beauftragen können. Für Einkauf und Vertrieb in Industrie und Großhandel ist das ein Schritt zu Geschäftsabläufen über Systemgrenzen hinweg. Welche Aufgaben möglich sind, hängt von den unterstützten Agenten und der Einrichtung beim Kunden ab.
In einem von SAP beschriebenen Beispiel übermittelt ein externer Assistent Material, Menge und Liefertermin. Ein SAP-Agent bereitet daraus eine Lieferantenanfrage in SAP Ariba Sourcing vor. Erst nachdem ein Fachmitarbeiter den Entwurf geprüft und bestätigt hat, wird die Anfrage angelegt. Das Szenario ist eine Veranschaulichung, kein belegter Kundenfall; es beschreibt auch keine automatisch abgeschlossene Bestellung.
Unternehmen bestimmen laut SAP, welche Agenten ein externer Assistent aufrufen darf. Dass ein Agent gefunden werden kann, bedeutet noch keine Zugriffsberechtigung. Der Zugang soll kontrolliert und nachvollziehbar sein.
Unsere Einordnung: Für einen Beschaffungspiloten sollte die Einkaufsleitung festlegen, welche Anfragen ein Agent vorbereiten darf und welche Bestätigung vor dem Anlegen erforderlich ist. Einen Nachweis für Einsparungen liefert das Beispiel nicht.