Verlage verklagen Datenlieferanten für KI-Suche
Zwei Klagen gegen Brave werfen Fragen zur Herkunft von Daten für KI-Antworten auf.
Vier US-Zeitungen haben den Suchanbieter Brave Software wegen der Nutzung ihrer Inhalte verklagt. Der Streit betrifft auch Unternehmen, die Daten für KI-Anwendungen von externen Anbietern beziehen: Im Mittelpunkt steht, woher solche Daten stammen und wie sie weitergegeben werden dürfen.
Die New York Times reichte am 2. November 2026 eine Klage bei einem Bundesgericht in New York ein. Daily News, Chicago Tribune und Orlando Sentinel klagten separat. Das Fachmedium PPC Land berichtete am 3. November unter Bezug auf beide Klageschriften.
Die Verlage werfen Brave vor, geschützte Inhalte in seine durchsuchbare Datensammlung zu kopieren, sie für eigene Antworten und gegen Bezahlung automatisiert an KI-Anbieter weiterzugeben sowie Zugang hinter Bezahlschranken zu ermöglichen. Sie verlangen unter anderem Schadenersatz und Unterlassung. Laut PPC Land lag noch keine gerichtliche Antwort von Brave vor.
Die Vorwürfe sind keine gerichtlichen Feststellungen. Die genannten KI-Unternehmen sind in diesen Verfahren nicht beklagt. Ein allgemeines Urteil über KI-Suche oder die Haftung von Unternehmenskunden liegt damit nicht vor. Unsere Einordnung: Bei externen Datenlieferanten gehört der vertraglich vereinbarte Nutzungsumfang neben der technischen Leistung zur Einkaufsentscheidung.