Digitalgipfel: Industrie-KI im Fokus, Mitsprache umstritten
Die Bundesregierung setzt auf industrielle KI. Zivilgesellschaftliche Stimmen kritisieren ihre geringe Beteiligung am Digitalgipfel.
Beim Auftakt des Digitalgipfels am 2. November 2026 in Berlin hat Bundesdigitalminister Karsten Wildberger für mehr Offenheit gegenüber künstlicher Intelligenz geworben. Wie heise berichtet, stehen dabei industrielle Anwendungen im Vordergrund. Für Unternehmen, insbesondere den Mittelstand, geht es aus Sicht des Ministers um Zugang zu Daten und Rechenkapazität.
Siemens-Chef Roland Busch betonte laut heise Chancen für KI in Design und Produktion. Das sind Einschätzungen von Politik und Industrie, keine Belege für bereits erzielte wirtschaftliche Erfolge.
Auch europäische Datenregeln waren Thema: EU-Digitaldirektor Roberto Viola sprach laut heise darüber, überlappende Regeln zu vereinfachen. Daraus folgt weder eine beschlossene Gesetzesänderung noch eine neue Pflicht für Unternehmen.
Zivilgesellschaftliche Stimmen kritisierten nach dem Bericht, das Ministerium sei zu stark auf wirtschaftliche Interessen ausgerichtet. Eine offene Diskussion mit Kritikern sei im Gipfelprogramm kaum vorgesehen. Der Gipfel macht damit auch eine politische Streitfrage sichtbar: Wie lassen sich industrielle Ziele und gesellschaftliche Mitsprache bei der Entwicklung von KI miteinander verbinden?